Break-even-Rechner

Professioneller Break-even-Rechner mit drei Analysemodi, Szenariovergleich und CSV-Export. Berechnen Sie Ihre Gewinnschwelle, den Gewinn bei einer bestimmten Stückzahl oder die benötigten Einheiten für einen Zielgewinn.

Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen
Materialien, Verpackung, Provisionen
Erweiterte Optionen
✓ Gespeichert
Gewinnschwelle 0 Einheiten
Umsatz am Break-even0 €
Gesamtkosten am Break-even0 €
Deckungsbeitrag0 €/Stk.
DB-Quote0%
Exakt: 0 Einheiten (aufgerundet)
Hinweis: Analyse auf EBIT-Ebene (vor Zinsen und Steuern). Ergebnisse sind Schätzwerte — konsultieren Sie einen Finanzberater für Geschäftsentscheidungen.

Praxisbeispiele nach Unternehmenstyp

Beispiel 1: Restaurant

Ein Restaurant mit 60 Plätzen. Monatliche Fixkosten: 8.000 € (Miete 4.000 € + Betriebskosten 1.000 € + Versicherung 500 € + Küchenleiter-Gehalt 2.500 €). Durchschnittlicher Bon: 45 €. Variable Kosten pro Gast: 18 €.

  • Deckungsbeitrag: 45 € − 18 € = 27 € pro Gast
  • DB-Quote: 27 € ÷ 45 € = 60 %
  • Break-even: 8.000 € ÷ 27 € = 297 Gäste/Monat (~10 Gäste/Tag)
  • Umsatz am Break-even: 297 × 45 € = 13.365 €
  • Ziel (500 Gäste): Gewinn = (500 − 297) × 27 € = 5.481 €/Monat

Das Restaurant deckt alle Fixkosten ab etwa 5 vollen Tischen pro Tag. Jeder weitere Gast über 297 hinaus trägt 27 € direkt zum Gewinn bei.

Beispiel 2: SaaS-Produkt

Ein SaaS-Startup für Projektmanagement. Monatliche Fixkosten: 15.000 € (2 Entwickler 10.000 € + Server 2.000 € + Marketing-Tools 1.500 € + Sonstiges 1.500 €). Monatliches Abo: 49 €. Variable Kosten pro Nutzer: 3 € (Zahlungsabwicklung).

  • Deckungsbeitrag: 49 € − 3 € = 46 € pro Nutzer/Monat
  • DB-Quote: 46 € ÷ 49 € = 93,9 %
  • Break-even: 15.000 € ÷ 46 € = 326 Abonnenten
  • Umsatz am Break-even: 326 × 49 € = 15.974 €/Monat
  • Bei 1.000 Nutzern: Gewinn = (1.000 − 326) × 46 € = 31.004 €/Monat

SaaS hat nahezu keine variablen Kosten pro Nutzer – daher eine DB-Quote von 94 %. Nach Erreichen des Break-even ist Wachstum sehr profitabel: 100 neue Nutzer bringen ~4.600 €/Monat Zusatzgewinn.

Beispiel 3: Boutique-Bekleidungsgeschäft

Ein Boutique-Bekleidungsgeschäft. Monatliche Fixkosten: 12.000 € (Miete 5.000 € + Personal 5.500 € + Versicherung/Buchhaltung 1.500 €). Durchschnittlicher Verkaufspreis: 75 €. Warenkosten (COGS) pro Artikel: 32 €.

  • Deckungsbeitrag: 75 € − 32 € = 43 € pro Artikel
  • DB-Quote: 43 € ÷ 75 € = 57,3 %
  • Break-even: 12.000 € ÷ 43 € = 279 Artikel/Monat
  • Umsatz am Break-even: 279 × 75 € = 20.930 €
  • Sicherheitsmarge bei 400 Artikeln: (400 − 279) ÷ 400 = 30,3 %

Eine Sicherheitsmarge von 30 % bedeutet: Der Umsatz kann um 30 % sinken, bevor Verluste entstehen – wichtig für die Planung saisonaler Schwankungen.

So funktioniert die Break-even-Analyse

Die Break-even-Analyse basiert auf dem Deckungsbeitrag:

  • Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Kosten
  • Break-even-Punkt = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag
  • Umsatz am Break-even = Break-even × Verkaufspreis

Warum ist der Deckungsbeitrag entscheidend?

Jede verkaufte Einheit "deckt" einen Teil der Fixkosten. Wenn die kumulierten Deckungsbeiträge die Fixkosten erreichen, ist der Break-even erreicht. Danach ist jede weitere Einheit Gewinn (minus variable Kosten).

FAQ

Was ist der Break-even-Punkt?
Der Break-even-Punkt (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge, bei der Erlöse und Gesamtkosten genau gleich sind – weder Gewinn noch Verlust. Formel: Break-even = Fixkosten ÷ (Preis − variable Stückkosten).
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis pro Einheit und den variablen Kosten pro Einheit. Er zeigt, wie viel jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Was sind Fixkosten und was sind variable Kosten?
Fixkosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge konstant (z. B. Miete, Gehälter, Versicherungen). Variable Kosten verändern sich proportional zur Absatzmenge (z. B. Materialkosten, Provisionen, Verpackung).
Wie senkt man den Break-even-Punkt?
Den Break-even können Sie durch drei Hebel senken: (1) Fixkosten reduzieren (günstigerer Standort, Outsourcing), (2) Verkaufspreis erhöhen oder Rabatte begrenzen, (3) variable Kosten pro Einheit senken (bessere Einkaufskonditionen, effizientere Prozesse). Der Deckungsbeitrag ist dabei der kritische Faktor.
Gilt die Break-even-Analyse auch für Dienstleistungsunternehmen?
Ja. Bei Dienstleistungen entspricht eine "Einheit" einer Stunde, einem Auftrag oder einem Kunden. Variable Kosten sind z. B. Subunternehmerkosten oder kundenspezifische Materialien. Fixkosten umfassen Büro, Software-Lizenzen und feste Gehälter.
Was ist die Sicherheitsmarge (Margin of Safety)?
Die Sicherheitsmarge zeigt, um wie viel der Umsatz fallen darf, bevor das Unternehmen Verluste schreibt: Sicherheitsmarge = (Ist-Absatz − Break-even) ÷ Ist-Absatz × 100. Bei 30 % bedeutet dies: Der Umsatz könnte um 30 % sinken, ohne dass Verluste entstehen.
Berücksichtigt der Rechner die Umsatzsteuer?
Die Grundkalkulation erfolgt ohne Umsatzsteuer (EBIT-Ebene). Wenn Sie die Option "Bruttowerte inkl. MwSt." aktivieren, werden die Preise um den gewählten MwSt.-Satz (z. B. 19 %) hochgerechnet – nützlich, um Break-even in Bruttopreisen darzustellen.
Wie interpretiere ich die Sensitivitätsanalyse?
Die Sensitivitätsmatrix zeigt den Break-even bei neun Preis-/Kostenkombinationen (±10 %). Je empfindlicher der Break-even auf Preisveränderungen reagiert, desto wichtiger ist Ihre Preisgestaltung für die Gewinnschwelle.
Was ist Operating Leverage?
Operating Leverage beschreibt, wie stark Gewinne auf Umsatzveränderungen reagieren. Unternehmen mit hohem Fixkostenanteil haben hohen Operating Leverage: Ein Umsatzanstieg über den Break-even führt zu überproportionalem Gewinnwachstum – aber umgekehrt auch zu stärkeren Verlusten bei Umsatzrückgang.
Was ist der Unterschied zwischen Break-even in Einheiten und in Umsatz?
Break-even in Einheiten ist die Stückzahl, Break-even in Umsatz der entsprechende Erlös. Letzterer ergibt sich aus: Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote. Für Dienstleistungen oder gemischte Produkte ist der Umsatz-Break-even oft anschaulicher.
Wie berechne ich den Break-even bei mehreren Produkten?
Bei einem Produktmix berechnen Sie einen gewichteten durchschnittlichen Deckungsbeitrag auf Basis der Umsatzanteile jedes Produkts. Unser Rechner eignet sich für Ein-Produkt-Analysen; für mehrere Produkte empfiehlt sich eine Tabellenkalkulation.
Beinhaltet die Analyse Steuern und Zinsen?
Nein. Die Berechnung erfolgt auf EBIT-Ebene (Gewinn vor Zinsen und Steuern). Um einen Gewinn nach Steuern zu erzielen, müssen Sie das Steuerziel in den Zielgewinn einrechnen.
Kann ich verschiedene Szenarien speichern?
Ja. Über "Ergebnis exportieren (CSV)" laden Sie alle Ergebnisse als Tabellendatei herunter. Die letzte Berechnung wird automatisch im Browser gespeichert und beim nächsten Aufruf wiederhergestellt.
Welchen Nutzen hat die Szenarioanalyse?
Die Szenarioanalyse zeigt den Break-even in drei Varianten: Pessimistisch (Preis −10 %, variable Kosten +20 %), Basis (aktuelle Werte) und Optimistisch (Preis +20 %, variable Kosten −10 %). So erkennen Sie das Risikospektrum Ihrer Gewinnschwelle auf einen Blick.
Was bedeutet "Beitragsquote" (Contribution Margin Ratio)?
Die Deckungsbeitragsquote (Contribution Margin Ratio) ist der Deckungsbeitrag in Prozent vom Verkaufspreis: CM-Quote = Deckungsbeitrag ÷ Preis × 100. Eine hohe Quote bedeutet, dass ein großer Teil des Umsatzes zur Fixkostendeckung beiträgt.