Heizsystem-Vergleich

Wählen Sie Systeme zum Vergleich und finden Sie die kostengünstigste Option über viele Jahre.

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Geschätzter Wärmebedarf: 15.750 kWh/Jahr

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Haftungsausschluss

Dieser Rechner dient nur zum ersten Vergleich. Er ersetzt kein professionelles Energiegutachten. Die Energiewerte der Brennstoffe sind Durchschnitte. Die tatsächlichen Kosten hängen von Brennstoffqualität, Nutzungsgewohnheiten und lokalen Bedingungen ab.

FAQ

Wie interpretiere ich die Diagramme?
Das Diagramm mit Installation zeigt die Gesamtbetriebskosten (Kauf + Betrieb). Das Diagramm nur mit Betriebskosten zeigt nur die laufenden Kosten - nützlich wenn Sie bereits ein funktionierendes System haben und einen Austausch erwägen.
Warum unterscheidet sich der SCOP für Heizkörper und Fußbodenheizung?
Der SCOP (saisonaler Leistungskoeffizient) hängt von der Vorlauftemperatur ab. Fußbodenheizung benötigt 30-40°C, Heizkörper 50-60°C. Bei niedrigerer Temperatur arbeiten Wärmepumpen effizienter, daher höherer SCOP.
Werden Förderungen berücksichtigt?
Ja, für Wärmepumpen können Sie Förderbeträge eingeben. Förderungen reduzieren die Installationskosten in der Analyse. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet derzeit bis zu 35% der förderfähigen Kosten für Wärmepumpen.
Welches Heizsystem ist am effizientesten?
Luft- und Erdwärmepumpen sind die energieeffizientesten Systeme mit SCOP-Werten von 2,5–4,5. Das bedeutet: Pro eingesetzte Kilowattstunde Strom werden 2,5–4,5 kWh Wärme erzeugt. Die Effizienz hängt vom Klima und der Wärmeverteilung ab.
Wie genau sind die Kostenschätzungen?
Der Rechner liefert Richtwerte auf Basis von Durchschnittspreisen und typischen Systemparametern. Tatsächliche Kosten können ±20–40% abweichen, abhängig von lokalen Energiepreisen, Gerätemarke, Installationsqualität, Nutzungsgewohnheiten und Klimabedingungen.
Was ist der Unterschied zwischen COP und SCOP?
Der COP (Leistungszahl) ist die Effizienz bei einem bestimmten Betriebspunkt. Der SCOP (saisonale Leistungszahl) ist die durchschnittliche Effizienz über die gesamte Heizperiode unter Berücksichtigung schwankender Außentemperaturen. SCOP ist das realistischere Maß für Jahreskostenberechnungen.
Lohnt sich eine Wärmepumpe in kalten Regionen?
Moderne Kälteklima-Wärmepumpen arbeiten effizient bis zu -15°C bis -25°C. In kälteren Regionen ist eine Erdwärmepumpe vorteilhafter, da Erdreichtemperaturen das ganze Jahr stabil bleiben. Für Deutschland ist eine Luftwärmepumpe in den meisten Regionen wirtschaftlich sinnvoll.
Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpen in Deutschland?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Wärmepumpen mit 35% der Kosten (plus 5% Effizienzbonus bei sehr hohem SCOP). Der Einkommensbonus beträgt weitere 30% für einkommensschwache Haushalte. Zusätzlich können Länder und Kommunen eigene Programme anbieten.
Wie beeinflusst der Energiepreisanstieg die Langzeitkosten?
Der jährliche Preisanstieg hat einen erheblichen Zinseszinseffekt über 15–20 Jahre. Ein Anstieg von 5% jährlich bedeutet, dass sich die Preise in ca. 14 Jahren verdoppeln. Systeme mit niedrigeren Betriebskosten (wie Wärmepumpen) profitieren mehr von stabileren Strompreisen im Vergleich zu schwankenden Gaspreisen.
Welche Wartungskosten sind zu erwarten?
Typische jährliche Wartungskosten in Deutschland: Gasheizung 150–400 €, Ölheizung 200–500 €, Pelletheizung 300–600 €, Luftwärmepumpe 150–350 €, Erdwärmepumpe 200–400 €. Eine regelmäßige Wartung ist Pflicht für Gasheizungen und empfehlenswert für alle anderen Systeme.
Wie hoch sind die CO₂-Emissionen verschiedener Heizsysteme?
Erdgas emittiert ca. 200 g CO₂/kWh, Heizöl ca. 265 g CO₂/kWh, Kohle ca. 340 g CO₂/kWh. Pellets gelten bei nachhaltiger Herkunft als CO₂-neutral. Wärmepumpen haben keine direkten Emissionen – indirekte Emissionen durch Strom hängen vom deutschen Strommix ab (aktuell ca. 400 g CO₂/kWh, sinkend).
Wann amortisiert sich eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung?
In Deutschland amortisiert sich eine geförderte Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber einer neuen Gasheizung typischerweise in 8–15 Jahren. Der Amortisationszeitraum hängt stark von der BEG-Förderquote, den lokalen Gas- und Strompreisen sowie dem Gebäudezustand ab.
Soll ich zuerst dämmen oder die Heizung erneuern?
Experten empfehlen generell zuerst die Gebäudehülle zu verbessern, da dies den Wärmebedarf senkt und eine kleinere (günstigere) Heizanlage ermöglicht. Eine für ein schlecht gedämmtes Haus dimensionierte Wärmepumpe wäre nach einer Dämmmaßnahme überdimensioniert und ineffizienter.
Wie kombiniert man Wärmepumpe und Photovoltaik optimal?
Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen ergänzen sich ideal, da beide Strom nutzen. Überschüssiger PV-Strom kann die Wärmepumpe direkt antreiben oder einen Warmwasserspeicher laden. Diese Kombination kann die effektiven Stromkosten für Heizung um 30–50% senken, besonders mit Batteriespeicher.
Wie schätze ich den Wärmebedarf meines Hauses?
Der Rechner schätzt den Wärmebedarf anhand der Wohnfläche und des Gebäudestandards. Für eine genauere Schätzung: Überprüfen Sie Ihre Gasverbrauchsabrechnungen der letzten Heizperioden. Als Richtwert gilt: Altbau vor 1980 ca. 180 kWh/m²/Jahr, Durchschnittsgebäude 100–120 kWh/m²/Jahr, KfW 55-Haus ca. 55 kWh/m²/Jahr.
Wie lange halten verschiedene Heizsysteme?
Typische Lebensdauern: Gasbrennwertkessel 15–20 Jahre, Ölheizung 15–25 Jahre, Pelletheizung 15–20 Jahre, Luftwärmepumpe 15–20 Jahre, Erdwärmepumpe 20–25 Jahre. Die Wärmeübergabe (Fußbodenheizung, Heizkörper) hält in der Regel 30–50 Jahre.
Ist Flüssiggas (LPG) eine sinnvolle Alternative zu Erdgas?
Flüssiggas ist dort sinnvoll, wo kein Erdgasnetz verfügbar ist. Die Betriebskosten sind aber typischerweise 1,5–2,5× höher als bei Erdgas (ca. 0,08–0,15 €/kWh Flüssiggas vs. 0,09–0,12 €/kWh Erdgas). Zusätzlich fallen Tank- und Wartungskosten an. Wärmepumpen sind häufig wirtschaftlicher.
Was bedeutet "Total Cost of Ownership" bei Heizsystemen?
Die Gesamtbetriebskosten (TCO) umfassen: Installationskosten abzüglich Förderungen, plus die Summe aus jährlichen Betriebskosten (Brennstoff × Verbrauch) und jährlichen Wartungskosten über den Analysezeitraum, angepasst an prognostizierte Preissteigerungen. Dieser Rechner zeigt die kumulierten TCO mit und ohne Installationskosten.
Woher stammen die Standardpreise im Rechner?
Die Standardpreise sind Richtwerte für den deutschen Markt (2024). Energiepreise: Erdgas ca. 0,12 €/kWh, Heizöl ca. 1,10 €/Liter, Pellets ca. 350 €/Tonne, Strom ca. 0,35 €/kWh. Sie können alle Preise in den "Detaillierten Systemeinstellungen" anpassen.
Gilt der Einbau einer Wärmepumpe als "klimafreundlich"?
Ja – Wärmepumpen sind erheblich klimafreundlicher als fossile Heizsysteme, selbst mit dem heutigen deutschen Strommix (ca. 400 g CO₂/kWh). Mit zunehmend erneuerbarem Strom verbessert sich die Klimabilanz kontinuierlich. Eine Wärmepumpe mit Ökostrom produziert nahezu keine CO₂-Emissionen.