Mehrwertsteuer-Rechner

MwSt sofort hinzurechnen oder herausrechnen. Unterstützt 80+ Länder mit voreingestellten Sätzen, Rechnungsmodus mit mehreren Positionen, Differenzbesteuerung und Berechnungsverlauf.

%

So funktioniert die MwSt-Berechnung

Die Mehrwertsteuer (MwSt) ist eine Verbrauchssteuer auf Waren und Dienstleistungen. Dieser Rechner bietet fünf Modi:

Rechenbeispiel

Ein Produkt kostet 1.000 € netto mit 19% MwSt:

  • MwSt-Betrag: 1.000 € × 0,19 = 190 €
  • Bruttopreis: 1.000 € + 190 € = 1.190 €
  • MwSt herausrechnen: 1.190 € ÷ 1,19 = 1.000 € netto

MwSt in Deutschland 2026

In Deutschland gilt der reguläre MwSt-Satz von 19% und der ermäßigte Satz von 7%. Der 7%-Satz gilt für Lebensmittel, Bücher, Nahverkehr und Unterkünfte. Seit dem 1. Januar 2026 gilt der ermäßigte Satz von 7% dauerhaft auch für Speisen in der Gastronomie. Die Kleinunternehmerregelung (§19 UStG) befreit Unternehmer mit einem Jahresumsatz unter 25.000 € von der MwSt-Pflicht.

MwSt-Sätze in Europa 2026

Die MwSt-Sätze in der EU reichen von 17% (Luxemburg) bis 27% (Ungarn). Österreich hat 20%, die Schweiz nur 8,1%. Nutzen Sie die Länderauswahl oben, um die Sätze jedes Landes einzusehen.

FAQ

Ist MwSt. und USt. das Gleiche?
Ja, umgangssprachlich sagt man "Mehrwertsteuer" (MwSt.), rechtlich heißt es "Umsatzsteuer" (USt.) nach dem Umsatzsteuergesetz (UStG). Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied — beide bezeichnen dieselbe Steuer. Auf Rechnungen und in der Steuererklärung wird offiziell der Begriff "Umsatzsteuer" verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen 19% und 7% MwSt.?
Der Regelsteuersatz beträgt 19% und gilt für die meisten Waren und Dienstleistungen. Der ermäßigte Satz von 7% gilt u.a. für Lebensmittel, Bücher, Zeitungen, öffentlichen Nahverkehr, Hotelübernachtungen und kulturelle Veranstaltungen. Eine vollständige Liste findet sich in Anlage 2 zum UStG.
Wie rechne ich von netto auf brutto?
Brutto = Netto × (1 + MwSt.-Satz / 100). Bei 19% MwSt. auf 100 € netto: 100 € × 1,19 = 119 € brutto. Bei 7%: 100 € × 1,07 = 107 € brutto. Der MwSt.-Betrag ist die Differenz zwischen brutto und netto.
Was ist der Vorsteuerabzug?
Der Vorsteuerabzug erlaubt es Unternehmen, die beim Einkauf gezahlte MwSt. (Vorsteuer) von der beim Verkauf eingenommenen MwSt. (Umsatzsteuer) abzuziehen. Nur die Differenz wird ans Finanzamt abgeführt. Voraussetzung: ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener MwSt. und Verwendung für unternehmerische Zwecke.
Was ist die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG?
Unternehmer mit einem Umsatz von maximal 25.000 € im Vorjahr (Grenze seit 01.01.2025 angehoben von 22.000 €) können die Kleinunternehmerregelung nutzen. Sie müssen dann keine MwSt. auf Rechnungen ausweisen und keine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben, dürfen aber auch keine Vorsteuer abziehen.
Welcher MwSt.-Satz gilt in der Gastronomie seit 2026?
Seit dem 01.01.2024 gilt in der Gastronomie wieder der Regelsteuersatz von 19% auf Speisen im Restaurant (vor Ort verzehrt). Auf Speisen zum Mitnehmen und Getränke zum Mitnehmen gilt der ermäßigte Satz von 7%. Getränke vor Ort unterlagen stets dem Regelsteuersatz von 19%.
Was ist die Differenzbesteuerung?
Bei der Differenzbesteuerung (§ 25a UStG) wird die MwSt. nur auf die Handelsspanne (Verkaufspreis minus Einkaufspreis) berechnet, nicht auf den vollen Verkaufspreis. Sie gilt für Gebrauchtwaren, Antiquitäten und Kunstgegenstände. Beispiel: Einkauf 5.000 €, Verkauf 6.500 € — MwSt. nur auf 1.500 € Marge.
Was ist das Reverse-Charge-Verfahren?
Beim Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG) schuldet der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer statt des Leistungserbringers. Dies gilt z.B. bei Bauleistungen, bestimmten Metalllieferungen und grenzüberschreitenden B2B-Dienstleistungen innerhalb der EU. Der Empfänger meldet die USt. in seiner Voranmeldung und kann sie gleichzeitig als Vorsteuer abziehen.
Wie hoch ist die MwSt. in Österreich und der Schweiz?
Österreich: Normalsatz 20%, ermäßigte Sätze 10% (Lebensmittel, Bücher, Tourismus) und 13% (Kultur, Sport). Schweiz: Normalsatz 8,1% (seit 2024), ermäßigter Satz 2,6% (Lebensmittel, Bücher, Medikamente) und Sondersatz 3,8% (Beherbergung).
Was muss auf einer MwSt.-Rechnung stehen?
Pflichtangaben nach §14 UStG: Name und Anschrift des Leistenden und Empfängers, Steuernummer oder USt-IdNr., Rechnungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge und Art der Lieferung, Nettobetrag, MwSt.-Satz, MwSt.-Betrag und Bruttobetrag. Bei Kleinbetragsrechnungen bis 250 € gelten vereinfachte Anforderungen.
Was ist eine innergemeinschaftliche Lieferung?
Eine innergemeinschaftliche Lieferung (igl) ist ein Warenverkauf an ein Unternehmen in einem anderen EU-Land. Sie ist in Deutschland mit 0% USt. steuerfrei, wenn der Käufer eine gültige USt-IdNr. hat und die Ware nachweislich in das andere EU-Land gelangt. Der Käufer besteuert den Erwerb in seinem Land.
Was ist die Umsatzsteuervoranmeldung?
Die Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA) ist die monatliche oder vierteljährliche Meldung der Umsatzsteuer an das Finanzamt über ELSTER. Die Frist ist der 10. des Folgemonats (mit Dauerfristverlängerung: 10. des übernächsten Monats). Die Jahresmeldung erfolgt mit der Umsatzsteuererklärung.
Wie rechne ich die MwSt. aus einem Bruttopreis heraus?
Netto = Brutto / (1 + MwSt.-Satz / 100). Bei 19%: Netto = Brutto / 1,19. Beispiel: 119 € brutto / 1,19 = 100 € netto; MwSt.-Betrag = 19 €. Bei 7%: Netto = Brutto / 1,07. Tipp: Brutto × 19/119 ergibt direkt den MwSt.-Betrag bei 19%.
Was ist der Unterschied zwischen Vorsteuer und Umsatzsteuer?
Vorsteuer ist die MwSt., die ein Unternehmen beim Einkauf bezahlt. Umsatzsteuer ist die MwSt., die es beim Verkauf an Kunden berechnet. An das Finanzamt wird nur die Differenz abgeführt (Umsatzsteuer minus Vorsteuer = Zahllast). Ist die Vorsteuer höher, erhält das Unternehmen eine Erstattung.
Wie gebe ich die MwSt. in der Steuererklärung an?
Die Umsatzsteuerjahreserklärung wird über ELSTER eingereicht. Sie fasst alle Voranmeldungen des Jahres zusammen und enthält die tatsächlichen Umsätze, abziehbare Vorsteuern und die Restschuld oder den Erstattungsanspruch. Die Abgabefrist ist der 31. Juli des Folgejahres (mit Steuerberater: Ende Februar des übernächsten Jahres).
Wie funktioniert die MwSt. im Online-Handel?
Seit dem 01.07.2021 gilt das EU-Paket für E-Commerce: B2C-Lieferungen ins EU-Ausland werden ab dem ersten Euro im Bestimmungsland besteuert (One-Stop-Shop-Verfahren, OSS). Die Kleinunternehmergrenze von 10.000 € Gesamtumsatz in andere EU-Länder ist entfallen, wenn man den OSS nicht nutzt. Die Meldung erfolgt über ein einziges Portal.
Muss bei Kleinbeträgen MwSt. ausgewiesen werden?
Bei Kleinbetragsrechnungen bis 250 € brutto (§ 33 UStDV) genügen vereinfachte Angaben: Name und Anschrift des Leistenden, Rechnungsdatum, Art und Menge der Leistung, Bruttobetrag und der angewandte Steuersatz. USt-IdNr. und Name des Empfängers sind nicht erforderlich.
Was bedeutet ein Nullsatz (0%) bei der MwSt.?
Ein Nullsatz bedeutet, dass die Lieferung steuerbar, aber mit 0% besteuert ist — der Unternehmer kann trotzdem die Vorsteuer auf seine Einkäufe abziehen. In Deutschland gibt es keinen echten Nullsatz; seit 01.01.2023 gilt jedoch 0% auf Photovoltaikanlagen bis 30 kWp (§ 12 Abs. 3 UStG).
Was ist eine Steuerbefreiung ohne Vorsteuerabzug?
Bestimmte Umsätze sind nach § 4 UStG von der MwSt. befreit (z.B. Finanzdienstleistungen, Versicherungen, ärztliche Heilbehandlungen, Bildungsleistungen). Der Nachteil: Auf die damit verbundenen Eingangsumsätze kann keine Vorsteuer geltend gemacht werden. Dies unterscheidet sich vom Nullsatz, bei dem der Vorsteuerabzug erhalten bleibt.
Wie hoch sind die MwSt.-Sätze in Europa 2026?
Normalsätze in ausgewählten Ländern: Luxemburg 17%, Deutschland 19%, Frankreich 20%, Spanien 21%, Niederlande 21%, Belgien 21%, Italien 22%, Polen 23%, Irland 23%, Dänemark 25%, Schweden 25%, Ungarn 27%. Die meisten Länder haben zusätzlich 1-2 ermäßigte Sätze zwischen 5% und 13%.
Was muss auf einer ordnungsgemäßen MwSt.-Rechnung stehen?
Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG: vollständiger Name und Anschrift des Leistenden und des Empfängers, Steuernummer oder USt-IdNr., Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung (Menge und Art), Leistungszeitraum, Entgelt (netto), Steuersatz und Steuerbetrag, Bruttobetrag. Fehlerhafte Rechnungen gefährden den Vorsteuerabzug des Empfängers.
Was müssen Freiberufler bei der MwSt. beachten?
Freiberufler unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuerpflicht mit 19%. Sie können die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG, bis 25.000 € Umsatz) nutzen oder zur Regelbesteuerung optieren. Bestimmte freiberufliche Leistungen sind steuerbefreit (z.B. ärztliche, pädagogische Tätigkeiten). Bei EU-Dienstleistungen gilt oft das Reverse-Charge-Verfahren.